Erhöhte Familienbeihilfe

Aufgrund der 6. Staatsreform wurden in jüngster Zeit einige Änderungen an der erhöhten Familienbeihilfe (EFB) vorgenommen.

In Brüssel und Wallonien befasst sich der FÖD Soziale Sicherheit (GD Personen mit Behinderung) weiterhin mit der Anerkennung der erhöhten Familienbeihilfe (EFB).

In Flandern werden seit dem 1. Januar 2019 die Akten über erhöhte Familienbeihilfe (EFB) von den flämischen Behörden bearbeitet. Diese Leistung ist Teil des reformierten Kindergeldes (das "Groeipakket" oder Wachstumspaket) und wird nun "Pflegegeld für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf" genannt. Weitere Informationen: www.groeipakket.be.

Für Kinder, die in Brüssel und Wallonien leben, ändert sich vorübergehend nichts. Für sie gilt das nachstehend beschriebene Verfahren.

Ebenso, wenn Ihr Kind in Flandern lebt und bereits eine Anerkennung für zusätzliche Familienbeihilfen hatte, ändert sich vorübergehend nichts. Ihre Akte bleibt beim FÖD Soziale Sicherheit und wird vom FÖD neu überprüft werden (bis 2020).

Haben Sie vor dem 1. Januar 2019 einen Antrag gestellt für Ihr Kind in Flandern und noch keine Entscheidung erhalten ? In diesem Fall ist es immer noch der FÖD, der eine Entscheidung treffen wird.

Achtung

Achtung: Die folgenden Informationen gelten nur für Kinder, die in Brüssel oder Wallonien leben.

Was ist die erhöhte Familienbeihilfe für Kinder mit einer Behinderung?

Die erhöhte Kinderbeihilfe ist ein von den Kindergeldkassen gezahlter Zuschuss für Kinder mit einer Behinderung. Für sie bewerten wir die Behinderung Ihres Kindes, wenn es in Brüssel oder Wallonien lebt.

Ist Ihr Kind unter 21 Jahren alt und hat es eine Behinderung oder eine Krankheit?

Dann haben Sie möglicherweise Anspruch auf die erhöhte Familienbeihilfe wenn die Beihinderung oder Erkranung Ihres Kindes:

  • körperliche oder geistige Folgen hat
  • täglichen Aktivitäten des Kindes (Mobilität, Lernfähigkeit, Körperpflege) beeinflusst
  • die Behinderung Auswirkungen auf die Familie (medizinische Behandlung, erforderliche Fahrten, Anpassung des Lebensumfeldes, …) hat.

Was sind die Bedingungen?

  • Die Behinderung des Kindes muss von unseren Ärzten anerkannt sein.
  • Eine Person der Familie muss Arbeitnehmer, Selbständiger, Beamter, Arbeitsloser, Kranker oder Rentner sein.
  • Das Kind muss Anspruch auf Kindergeld haben.
  • Das Kind muss jünger als 21 Jahre sein.

Der FÖD trifft eine Entscheidung über die Anerkennung der Behinderung Ihres Kindes. Über die Gewährung der erhöhten Familienbeihilfe entscheidet die Kindergeldkasse.

Wie kann ich einen Antrag stellen?

Achtung

Achtung: In Flandern muss der Antrag zunächst über den Zahler des Wachstumspakets gestellt werden. Von nun an wird Kind en Gezin (und nicht der FÖD Soziale Sicherheit für die Anerkennung der Behinderung verantwortlich sind.

  1. Wenden Sie sich zunächst an Ihre Kindergeldkasse, um Ihren Antrag auf erhöhte Familienbeihilfe zu stellen. Wenn dies in Ordnung ist, erhalten Sie von uns einen Brief, in dem Ihnen die nächsten Schritte erklärt werden. Erst wenn Sie diesen Brief erhalten haben, können Sie uns über MyHandicap bitten, den Behinderung Ihres Kindes zu bewerten.
  2. Klicken Sie auf die blaue Schaltfläche rechts auf dieser Seite
    "My Handicap für die Bürger".
  3. Sie können sich auf verschiedene Weise anmelden:
    • Sie können als Elternteil (oder Nächster oder professioneller Berater) eine Vollmacht erhalten, um den Antrag mit Ihrer eigenen eID zu stellen.
    • Wenn Ihr Kind über 6 Jahre alt ist, können Sie sich auch mit seiner KidsID oder seinem elektronischen Personalausweis anmelden. Für Kinder unter 6 Jahren ist dies nicht möglich, da es noch keine PIN für ihren Kidsid gibt.
  4. Auf der Registerkarte "Meine Akte" klicken Sie auf Für die Anerkennung meines Kindes mit einer Behinderung muss ich noch das Formular ausfüllen
  5. Beantworten Sie den Fragebogen, der misst, wie die Behinderung die Unabhängigkeit einschränkt. Für Kinder betrachten wir die Auswirkungen der Behinderung auf das Leben des Kindes, aber auch auf das der Familie.

Ich brauche Hilfe bei der Antragstellung der erhöhten Familienbeihilfe

Wenden Sie sich bitte an Ihre Gemeinde oder Ihr ÖSHZ (Wohin kann ich mich in meiner Gemeinde wenden? (pdf, auf Französisch)).

Auch Ihre Krankenkasse kann Sie beim Ausfüllen des Fragebogens unterstützen. Vergessen Sie nicht, Ihren Personalausweis, Ihre Kontonummer und den Namen Ihres behandelnden Arztes mitzubringen!