Die Folgen der sechsten Staatsreform

Seit dem 1. Juli 2014 unterliegt die Beihilfe zur Unterstützung von Betagten (BUB) der Zuständigkeit der Flämischen Gemeinschaft, der Wallonischen Region, der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Gemeinsamen Gemeinschaftskommission.

Bis Ende 2016 wurde die BUB für alle Belgier vom FÖD Soziale Sicherheit gewährt. Am 1. Januar 2017 wird die Zuständigkeit für die Beihilfe zur Unterstützung von Betagten für alle Einwohner Flanderns der Flämischen Gemeinschaft übertragen. Letztlich werden auch die Deutschsprachige Gemeinschaft und die Wallonische Region die BUB‐Akten für Ihren Gebiet übernehmen, eine Zeitplanung wurde jedoch noch nicht festgelegt.

Behandlung der Akten und Anträge durch den FÖD Soziale Sicherheit

Die Behandlung jeder Akte oder jedes neuen Antrags im Rahmen der Beihilfe zur Unterstützung von Betagten wird weiterhin durch den FÖD Soziale Sicherheit erfolgen. Für alle Fragen über Ihre Akte oder Ihren Antrag können Sie den FÖD unter der gebührenfreien Nummer 0800 987 99 oder mithilfe vom Kontaktformular erreichen.
Solange eine Region oder eine Gemeinschaft ihre heutige Regelung nicht ändert, bleibt letztere gültig.

Was sich ändert

Von nun an wird das Sprachengesetz auf jeden neuen Antrag auf eine Beihilfe zur Unterstützung von Betagten anwendbar sein. Das bedeutet, dass die für die Behandlung des Antrags verwendete Sprache von der Wohnsitzadresse abhängig sein wird. Alle amtlichen Dokumente und Formulare sowie alle Bescheinigungen werden in dieser Sprache abgefasst sein.

Wohnen Sie in Wallonien oder Brüssel?

Für Personen, die in Brüssel oder Wallonien wohnen, ändert sich nichts. Ihre Akte bleibt beim FÖD Soziale Sicherheit. Die Bezahlungen laufen ununterbrochen weiter und Sie brauchen nichts zu tun.

Wohnen Sie in Flandern?

Ab 1. Januar 2017 müssen Sie die BUB bei der Pflegeversicherung Ihrer Krankenkasse oder bei der Vlaamse Zorgkas statt beim FÖD beantragen. Achtung: Ab 1. Januar 2017 ist es für Menschen, die in Flandern wohnen, nicht mehr möglich beim FÖD Soziale Sicherheit eine Beihilfe zur Unterstützung von Betagten (BUB) zu beantragen. Wenden sie sich dafür bitte fortan an die Pflegeversicherung ihrer Krankenkasse oder die Vlaamse Zorgkas.

Erhielten Sie schön eine BUB vom FÖD in 2016? Ihre BUB‐Akte wird also ab 1. Januar 2017 von der Pflegeversicherung ihrer Krankenkasse oder von der Vlaamse Zorgkas statt vom FÖD verwaltet. Der FÖD hat alle relevanten Informationen mit Ihrer Pflegeversicherung ausgetauscht. Die Bezahlungen laufen also ununterbrochen weiter. Sie brauchen weiter nichts zu tun.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.vlaamsesocialebescherming.be

Ziehen Sie von Wallonien oder Brüssel nach Flandern (oder umgekehrt)?

Wer in Flandern umsiedelt muss sich innerhalb von 3 Monaten nach seiner Übersiedling mit einer Zorgkas in Flandern in Verbindung setzen. Wer in Brüssel oder Wallonien umsiedelt muss sich innerhalb von 3 Monaten nach seiner Übersiedling mit der FÖD in Verbindung setzen.

Bitte lesen Sie diese Übersicht (.pdf) um der in Ihrer spezifischen Situation zu unternehmenden Schritte zu bekommen und um zu erfahren, mit wem Sie Kontakt aufnehmen können.

Für nähere Informationen

Für nähere Informationen über die sechste Staatsreform können Sie die Site www.belgium.be besuchen.