Datenaustausch mit den Ärzten: Änderungen

2. Oktober 2016

Am 1. Juli 2016 änderte die GD Personen mit Behinderung das Verfahren zum Austausch medizinischer Daten im Rahmen der Anerkennung der Behinderung. Seither nimmt die GD selbst mit den behandelnden Ärzten Kontakt auf, über eHealth oder per Post.

Der Datenaustausch erfolgte jedoch nicht immer reibungslos, was zu großer Frustration bei den Ärzten führte. Dies war einerseits technischen Problemen in den verschiedenen Phasen zwischen dem Senden und Empfangen der eHealth-Meldungen zuzuschreiben. Andererseits sorgten interne Probleme bei der GD Personen mit Behinderung (z. B. Personalmangel und problematischer Übergang zur neuen Aktenbearbeitungssoftware) dafür, dass Verbesserungen nicht rasch erfolgen konnten.

Inzwischen hat die GD einige Anpassungen vorgenommen, wodurch der Datenaustausch erheblich beschleunigt werden konnte:

  • Damit der Arzt möglichst schnell über den Informationsantrag informiert werden kann, empfängt er außer einer eHealth-Meldung auch ein Schreiben. Gleichzeitig empfängt sein Patient ein Schreiben mit der Bitte, Kontakt mit dem behandelnden Arzt aufzunehmen.
  • Die Antwortfrist wurde von 15 auf 30 Tage verlängert, damit genügend Zeit zur Verfügung steht, um eine etwaige Konsultation einzuplanen.
  • Zunächst gab es Probleme beim Senden von u.a. DOC- und TXT-Dateien. Künftig können der GD mittels eHealth alle Dateitypen übermittelt werden, ausgenommen ZIP-Dateien. Mit der Zeit muss es auch möglich sein, ZIP-Dateien zu übermitteln.
  • Meldungen, die mittels bestimmter Softwarepakete gesandt werden gelangen nicht richtig im EDV-System der GD. Dieses Problem wurde inzwischen mit den Beteiligten gelöst.
  • Wegen der technischen Probleme gelangen die eHealth-Meldungen der Ärzte nicht immer bei der GD. Dadurch wurden manchmal unrechtmäßig Mahnungen gesandt. Deshalb hat die GD im Juli entschieden, die eHealth-Meldungen nicht mehr zu verwenden.

Zurzeit führt die GD Personen mit Behinderung eine eingehende Analyse des Verfahrens zum Datenaustausch mit den Ärzten durch. Auf dieser Grundlage wird die GD einen Aktionsplan ausarbeiten, um hier nachbessern zu können. Im Oktober wird auch eine Befragung durchgeführt werden, um die Wünsche der Hausärzte einzuholen. Weitere Informationen hierzu folgen noch.