Beihilfe zur Ersetzung des Einkommens

Sind Sie zwischen 21 und 65 Jahre alt und können Sie wegen Ihrer Behinderung nicht arbeiten? Oder arbeiten Sie schon, aber ist Ihre Erwerbsfähigkeit auf 1/3 oder weniger dessen, was eine gesunde Person auf dem Arbeitsmarkt verdienen kann, eingeschränkt?
Dann haben Sie vielleicht Anspruch auf eine Beihilfe zur Ersetzung des Einkommens.

Bedingungen

  • Um Anspruch auf eine Beihilfe zur Ersetzung des Einkommens zu haben, müssen Sie wenigstens 21 Jahre alt sein. Sie können die Beihilfe beantragen ab dem Monat, in dem Sie 20 Jahre alt werden.

    Ausnahmen:
    Vielleicht haben Sie auch Anspruch auf die Beihilfe wenn Sie jünger als 21 Jahre alt sind und entweder:
      • Verheiratet (gewesen) sind;
      • Sie haben ein Kind zu Lasten;
      • Ihre Behinderung ist nach dem Entfallen des Anspruchs auf Kindergeld aufgetreten (Beispiel: eine 18-jährige Person arbeiten, und bekommt kein Kindergeld mehr. Er fällt einem Verkehrsunfall zum Opfer und erleidet eine Behinderung.).
  • Sie müssen im Bevölkerungsregister eingetragen sein.

    Ausnahmen:
    Sind Sie nicht im Bevölkerungsregister, sondern im Fremdenregister, im Register der Beamten der Europäischen Union oder im Register der bevorrechtigten Ausländer eingetragen, so haben Sie Anspruch auf eine Beihilfe, wenn Sie permanent und tatsächlich in Belgien wohnen und eine der folgenden Bedingungen erfüllen:
      • Sie stammen aus einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union
      • Sie stammen aus Algerien, Island, Liechtenstein, Marokko, Norwegen, Tunesien oder der Schweiz und Sie sind bei einer Sozialversicherung angeschlossen oder Sie sind Student.
      • Sie sind Flüchtling.
      • Sie sind Ehepartner einer der oben genannten Personen, haben eine eingetragene Partnerschaft damit oder sind ein Familienmitglied davon. "Familienmitglied" bedeutet minderjähriges Kind, mehrjähriges Kind, Vater, Mutter, Schwiegervater oder Schwiegermutter; der/die/das im Hinblick auf Gesundheitspflege zu Lasten ist und im selben Haushalt wohnt.
      • Sie haben bis zum Alter von 21 Jahren erhöhte Familienbeihilfe erhalten.
  • Sie müssen Ihren Wohnsitz in Belgien haben und tatsächlich hier wohnen.
    Wenn die Beihilfe zur Ersetzung des Einkommens (BEE) ab dem 1. Juli 2018 in Kraft tritt (d.h. für Anträge ab dem 1. Juni 2018), muss der Antragsteller seit mindestens 10 Jahren (einschließlich eines ununterbrochenen Zeitraums von mindestens 5 Jahren) seinen tatsächlichen Wohnort in Belgien haben. Die Eintragung des Hauptwohnsitzes in das Nationalregister dient dabei als Referenz.
  • Um Anspruch auf eine Beihilfe zu haben, muss Ihre Behinderung zuerst und vor allem von unseren Ärzten anerkannt werden. Ihre Erwerbsfähigkeit muss auf 1/3 oder weniger dessen, was eine gesunde Person auf dem Arbeitsmarkt verdienen kann, eingeschränkt sein.
  • Um Anspruch auf eine Beihilfe zur Unterstützung von Betagten zu haben, darf Ihr Einkommen bestimmte Grenze nicht überschreiten.

Betrag

Die Höchstsumme für die Beihilfe zur Ersetzung des Einkommens (BEE) hängt in erster Linie von Ihrer Familienkategorie ab. Ob Sie dann auch Anspruch auf diese Höchstsumme haben, wird anhand Ihres Haushaltseinkommens ermittelt. Der schlussendliche Betrag kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein.
Wir unterteilen die Familiensituation in 3 Kategorien (A, B und C). Jede Kategorie entspricht eine Höchstsumme.

Zusammensetzung Ihrer Familie Ihre Kategorie

Sie wohnen mit Ihren verwandten bzw. verschwägerten Angehörigen zusammen

  • ersten Grades: Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Schwiegersöhne, Schwiegertöchter, Kinder Ihres Partners, …
  • zweiten Grades: Großeltern, Enkelkinder, Geschwister, Schwäger, Schwägerinnen, Groβeltern oder Enkelkinder Ihres Partners, …
  • dritten Grades: Onkel, Tanten, Neffen, Nichten, Urgroßeltern, Urenkel, Urgroßeltern oder Urenkel Ihres Partners, Neffen und Nichten Ihres Partners, Tanten und Onkel Ihres Partners, …
A
Sie wohnen in einer angepassten Einrichtung, aber Ihr Wohnsitz ist bei Ihren Verwandten ersten, zweiten oder dritten Grades. A in den ersten drei Monaten, dann B
Sie wohnen alleine. B
Sie wohnen in einer angepassten Einrichtung und Sie haben dort auch Ihren Wohnsitz. B
Sie haben einen Partner (Sie sind verheiratet oder gesetzlich bzw. tatsächlich Zusammenwohnender). C
Sie wohnen zusammen (gleiche Domiziladresse) mit jemandem, mit dem Sie im ersten, zweiten oder dritten Grad nicht verwandt sind und der nicht Ihr Partner ist C
Sie haben ein Kind von unter 25 Jahren, für das Sie Kindergeld beziehen, Alimente erhalten oder Alimente zahlen. C
Sie haben die Mitelternschaft für ein Kind. C
Sie wohnen in einer angepassten Einrichtung, aber Ihr Wohnsitz bleibt bei Ihrem Partner. C

Wenn das gesamte Haushaltseinkommen (Einkommen Ihres Partners, Einkommen aus Arbeit, Ersatzeinkommen, andere Einkommen) eine bestimmte Summe überschreitet, wird Ihre Beihilfe niedriger sein als die Höchstsumme der Beihilfe.

Es wird lediglich das steuerpflichtige Einkommen berücksichtigt. Wenn Sie beispielsweise Freiwilligenarbeit ausführen, Ihr Einkommen hiervon jedoch nicht in Ihrer Steuer verrechnet wird, wird dies von uns nicht berücksichtigt. Wir prüfen Ihr Einkommen vor 1 bis 2 Jahren. Diese Summe finden Sie auf Ihrem Steuerbescheid. Wenn sich Ihr Haushaltseinkommen in den 2 Jahren, die Ihrem Antrag vorausgehen, um mindestens 20% verändert hat, berücksichtigen wir das Einkommen vor 1 Jahr.

Simulation

Anhand unseres Simulationsprogramms "Betrag" (.xls) können Sie selbst abschätzen, welche Summe Sie möglicherweise beanspruchen können. Wenn Sie sich nicht genug mit der Gesetzgebung auskennen, ist es jedoch nicht so einfach, die Simulation selbst durchzuführen. Nehmen Sie bitte Kontakt mit den Sozialarbeitern Ihrer Stadt, Gemeinde, des ÖSHZ oder der Krankenkasse auf. Sie können Ihnen dabei helfen. Oder nehmen Sie Kontakt mit unseren Sozialassistenten auf.

Starten Sie das Simulationsprogramm "Betrag BEE/EB" (auf Französisch) (.xls)

Einen Antrag stellen

Möchten Sie einen Antrag auf Beihilfe zur Ersetzung des Einkommens Stellen? Weitere Informationen erhalten Sie unter der Rubrik "Anerkennungsverfahren".